WAS WIR TUN

Franziskaner Missions-Verein in Bayern

Einheimische Kinder baden im Fluss

Im Jahre 1911 wurde der Franziskaner Missions-Verein in Bayern e.V. gegründet. Er sollte vor allem die Franziskanermissionare aus Bayern bei ihrer Arbeit unterstützen. Schwerpunkt war zunächst China, die Provinz Shochow. Bayerische Franziskaner verkündeten dort das Evangelium bis zur Ausweisung durch die Kommunisten. Auch in Südafrika, im Apostolischen Vikariat Kokstad, arbeiteten unsere Mitbrüder. Im Jahre 1951 wurde den Bayerischen Franziskanern das Vikariat "Ñuflo de Chávez" im Tiefland von Bolivien anvertraut, heute Schwerpunkt unserer Arbeit und unserer Hilfe.

 

Gegenüber früher haben sich die Aufgaben des Vereins nicht grundsätzlich verändert - sie sind jedoch vielfältiger geworden. Durch die großartige Hilfe unserer Spender konnten wir Projekte in aller Welt unterstützen. "Mission" - das bedeutet heute: Die Frohe Botschaft Jesu soll nicht nur gepredigt werden; sie soll durch uns, durch unsere praktische Hilfe für Menschen in Not erfahrbar werden, soll Hilfe zur Selbsthilfe sein. Und eine Bereicherung erfahren wir allemal durch die solidarische Zusammenarbeit zwischen den Kirchen und den Menschen verschiedener Nationen.

Schwerpunkt Bolivien

Bolivien auf der Landkarte Südamerikas

In Bolivien haben sich die Franziskaner 1984 zu einer "Bolivianische Ordens-Provinz" zusammen geschlossen. Zum ersten Provinzial wählten sie P. Miguel Brems, einen Bayerischen Franziskaner. Er und die bolivianischen Mitbrüder haben uns gebeten, mit zu helfen, damit diese neue Provinz sich entwickeln und auch die ihr gestellten Aufgaben erfüllen kann, z. B. Ausbau von Studienhäusern, Klöstern und Pfarreien. Wir - die Bayerischen Franziskaner - fühlen uns mitverantwortlich und haben auch versprochen, in unserem Vikariat und in der Provinz weiter mit zu helfen.

Wie bisher sind Kloster und Pfarrei San Antonio in Santa Cruz, aber auch das große Vikariat Ñuflo de Chávez auf unsere Hilfe angewiesen. Der Franziskaner Missionsverein sorgt für den Lebensunterhalt der Missionare, der Ordensschwestern und der Mitarbeiter, gibt Hilfe für die kirchlich-pastorale Arbeit, für den Bau und Unterhalt von Kirchen, Kapellen und Schulen, kleinen Hospitälern und Sanitätsstationen, Speisesälen für Kinder und unterstützt bei der Berufsausbildung von jungen Leuten, sowie beim Aufbau von verschiedenen Genossenschaften.

 

Die Hilfe für das Projekt OSCAR gibt arbeitslosen Bergarbeitern die Möglichkeit, im Tiefland eine neue Existenz aufzubauen. Junge Leute, die Franziskaner werden wollen, helfen mit, Wege, Brücken, Schulen und Sanitätsstationen aufzubauen. AMANECER, ein Projekt für Straßenkinder in Cochabamba, wird ebenfalls von uns unterstützt.

Surftipp

Erfahren Sie mehr über die Arbeit und die Geschichte des Franziskaner Missions-Vereins in Bayern auf dessen eigener Internetseite

Zeitschrift

Zur Vierteljahreszeitschrift Franziskaner Mission, die der Franziskaner Missions-Verein in Zusammenarbeit mit der Franziskaner Mission in Dortmund herausgibt.